Anträge im Kreistag Schwandorf
Erhöhung des HH-Ansatzes für die Kastration/Sterilisation von Streunerkatzen auf 30.000 Euro (bisher 20.000 €) vom 5.6.2025
Gemeinsamer Antrag der Fraktion der GRÜNEN im Kreistag und Manfred Preischl
Sehr geehrter Herr Landrat Ebeling,
in Deutschland leben geschätzt etwa zwei Millionen heimatlose Katzen. Diese Tiere führen oft ein schutzloses, elendiges und kurzes Leben. Im Landkreis Schwandorf werden den Medien zufolge nahezu täglich immer
wieder herrenlose Tiere aufgegriffen, welche ins Schwandorfer Tierheim gebracht werden. Besonders im Frühjahr und in den Sommermonaten müssen Aufnahmestopps verhängt werden, weil sie völlig ausgelastet
und keine Tiere mehr unterbringen können.
Die Population verwilderter Katzen ist enorm und wird täglich größer. Eine einzige unkastrierte Streuner-Katze kann in nur 7 Jahren über 400.000 Nachkommen zeugen(Grafik). Ursprünglich lebten alle herumstreunenden Katzen mehr oder weniger behütet in Menschenfamilien wurden jedoch nicht gekennzeichnet, kastriert bzw.
sterilisiert. Ohne menschliche Fürsorge führen sie ein Leben voller Leid und Entbehrungen, da sie nicht für ein Leben in der Natur gerüstet sind.
Der Landkreis ist sich dieser Problematik bewusst und bezuschusst die Kastration/Sterilisation heimatloser Katzen mit einem Ansatz von 20.000 Euro. Sind die Mittel eines HH-Jahres erschöpft, werden keine weiteren Tiere mehr kastriert/sterilisiert, obwohl die Notwendigkeit weiter gegeben ist.
Um den Teufelskreis der unkontrollierten Vermehrung zu stoppen, beantragen wir für den Landkreis Schwandorf eine Erhöhung des HH-Ansatzes um 10.000 auf 30.000 Euro. Ferner möge das Landratsamt als Staatsbehörde die Möglichkeit prüfen, eine Kastrations-, Sterilisation- und Kennzeichnungspflicht für Katzen zu erlassen, um Tierhalter mehr in die Pflicht zu nehmen und den HH-Ansatz auf längere Sicht dann wieder zu entlasten.
Damit könnte:
• Die Kastration nachvollzogen und überprüft werden
• Fundtiere können ihrem Besitzer schneller zugeordnet werden
• Der Tierhalter wird stärker in die Verantwortung genommen
Der Antrag wurde vom Kreistag angenommen.
