Amberg für Alle - wir hören euch!
Kommunalwahlprogramm 2026
Wir setzen uns für ein Amberg ein, das auf die Sorgen und Bedürfnisse der Bewohnenden hört und sich um diese kümmert - für ein solidarisches, gerechtes und nachhaltiges Amberg.
Wir kämpfen für Amberg:
- Mieterhöhung stoppen, Wohnraum schaffen – sozialer Wohnungsbau jetzt!
In 10 Jahren haben sich die Kaltmieten in Amberg von 5,90€/m² auf 10,48€/m² fast verdoppelt
- Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit durch verbindliche Qualitätsstandards beim Jobcenter AM-AS!
Amberg gehört in Bayern derzeit zu den Städten mit der höchsten Arbeitslosenquote von ca. 6%
- Mit uns soll keiner frieren und im Dunkeln sitzen - für Sozialtarife bei den Stadtwerken!
13 % der Menschen in der Oberpfalz leben in Armut
- Amberg schläft, wir machen Krach! - Für mehr günstige Kulturangebote
2026 steigen die Preise für Kulturangebote Ambergs um durchschnittlich 15%
- Leerstand bekämpfen - kleine Gewerbe und Kulturangebote fördern
Amberg hat eine Leerstandsquote von 4,8%
- Für eine Schwammstadt - damit Amberg auch im Sommer cool bleibt!
An der Vils und am Krumbach ist Amberg von Überschwemmungen bedroht
- Amberg mobil für jeden machen - Kostenloser ÖPNV im Stadtgebiet
Das Monatsticket in Amberg kostet 53,70€, nur paar Euro weniger als das D-Ticket. (2026 54,30€)
- Für ein fahrradfreundliches Amberg! Endlich sicher Fahrrad fahren können!
Das Radverkehrskonzept der Stadt Amberg muss besser umgesetzt werden
- Gerechte Verteilung der Fördermittel aller Schularten - keine Schule soll benachteiligt werden!
Bildung ist ein Grundrecht und keine Frage des Geldbeutels oder der sozialen Herkunft.
- Einrichtung kommunaler Gleichstellungsbeauftragter - Gerechtigkeit ist keine Frage von Geschlechts, Sexualität oder Herkunft
Es gibt noch keine öffentlichen Gleichstellungsinitiativen in Amberg
Kommunalpolitische Eckpunkte für die Kommunalwahl im März 2026 Amberg
Die Wohnungsnot in Amberg ist kein abstraktes Problem, sondern eine tägliche Belastung für immer mehr Menschen. In den letzten zehn Jahren sind die Mieten in Amberg um fast 80 Prozent explodiert: von durchschnittlich 5,90 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2014 auf heute 10,48 Euro Kaltmiete. Damit gehört Amberg zu den Spitzenreitern unter den bayerischen Städten mit den höchsten Mietsteigerungen. Gleichzeitig stehen 4,8 Prozent der Wohnungen leer.
Immer mehr Haushalte müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aufbringen – für viele wird das Leben in der Stadt dadurch unerschwinglich. Besonders betroffen sind Geringverdiener:innen, Auszubildende, Studierende, Alleinerziehende und ältere Menschen. Doch Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxusgut. Darum fordern wir:
• Einführung eines Mietpreisdeckels auf kommunaler Ebene in den kommunalen Wohnbaugesellschaften (Stadtbau Amberg) und enge Kooperation mit den Genossenschaften, um bezahlbare Mieten langfristig zu sichern
• Stärkung und Ausbau der Stadtbau Amberg und der lokalen Wohnungsbaugenossenschaften, um jährlich mindestens 50 Prozent der neu entstehenden Wohnungen als Sozialwohnungen zu realisieren
• Nutzung von Erhaltungssatzungen, um ein Vorkaufsrecht bei Erschließung in der Kommune sicherzustellen und sozialverträgliche Mieten zu ermöglichen.
• Keine Privatisierung von kommunalem Grund und Boden; stattdessen gezielte Vergabe an gemeinnützige Träger und Genossenschaften.
• Einführung eines solidarischen, kommunalen Programms zur Beschaffung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende, Studierende, queere Menschen, Jugendliche und kinderreiche Familien durch z.B. Förderung gemeinnütziger Bauprojekte oder Umbau von ungenutzten gewerblichen Immobilien zu Wohnraum.
• Konsequente Satzungen gegen Zweckentfremdung von Wohnraum: Leerstand und Umwandlung in Ferienwohnungen müssen reguliert werden, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
• Entwicklung eines Leerstandskonzepts für Amberg, z.B. Umsetzung eines kommunalen Leerstandsmanagements, um ungenutzte Immobilien in Miet- und Wohnprojekte umzuwandeln.
Ambergs Arbeitsmarkt steht vor großen Herausforderungen: Mit einer Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent (September 2025) hat die Stadt die zweithöchste Quote in der Oberpfalz – ein dramatischer Anstieg gegenüber 4,8 Prozent im Jahr 2023. Gleichzeitig zeigt sich: Selbst im öffentlichen Dienst, der als Vorbild agieren sollte, verdienen Beschäftigte in der niedrigsten Entgeltgruppe (E1) nur 14,59 Euro pro Stunde. Die Folgen sind klar: Immer mehr Menschen arbeiten hart, können aber von ihrem Lohn nicht würdevoll leben. Dabei hat die Stadt als einer der größten Arbeitgeber der Region die Chance, gute Arbeit aktiv zu fördern – durch faire Löhne, sichere Jobs und klare Regeln für die lokale Wirtschaft. Darum fordern wir:
• Erlass einer Vergabe- und Tariftreuesatzung: Unternehmen, die Aufträge der Stadt Amberg erhalten, müssen Tarifverträge einhalten – inklusive Subunternehmen.
• Einführung eines kommunalen Mindestlohns von 15 Euro/Stunde für alle städtischen Betriebe und geförderten Projekte.
• Vorrang für soziale und lokale Unternehmen: bei kommunalen Ausschreibungen erhalten Betriebe mit Tarifbindung, nachhaltigen Konzepten und lokaler Wertschöpfung Priorität.
• Transparente Vergabeverfahren: Alle Kriterien und Entscheidungen müssen öffentlich einsehbar sein.
• Keine Steuergelder für unseriöse Akteure: Verbot der Vergabe an Unternehmen, die Immobilien leerstehen lassen oder kommunale Auflagen ignorieren.
• Rückzahlungspflicht für Fördergelder, wenn Projekte nicht umgesetzt oder Verträge gebrochen werden.
• Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit: Ausbau kommunaler Stellen – z. B. im Jugendzentrum – für sichere, tarifgebundene Jobs.
• Verbindliche Qualitätsstandards für Qualifizierungsmaßnahmen beim Jobcenter Amberg.
• Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe: Unterstützung für Initiativen, die lokale Beschäftigung fördern.
• Reform der WiFaM GmbH mit Fokus auf echte regionale Wertschöpfung.
• Bessere Mobilität für Pendler:innen durch Ausbau von ÖPNV, Radwegen und Carsharing, um Arbeitsplätze besser erreichbar zu machen.
Die soziale Ungleichheit in Amberg ist sichtbar: 13% der Menschen in der Oberpfalz sind von Armut bedroht – eine alarmierende Zahl für eine eigentlich wohlhabende Region. In Amberg selbst verschärft sich die Situation: 6,0% Arbeitslosigkeit (zweithöchste Quote in der Oberpfalz), steigende Mieten und Energiepreise, die viele Haushalte überfordern. Doch die Stadt hat bereits erste Ansätze – der Familienpass bietet Vergünstigungen, und die Wärmestube gibt Obdachlosen Schutz. Doch das reicht nicht aus: Die Wärmestube liegt am Stadtrand, der Familienpass deckt keine ÖPNV-Kosten ab, und viele wissen nicht einmal, dass es diese Hilfen gibt. Andere Städte zeigen, wie es besser geht: München bietet automatische Sozialtarife, Köln „Housing First“-Projekte, und Bamberg einen Sozialpass mit ÖPNV-Integration. Amberg muss nachziehen – mit klaren, wirksamen Maßnahmen. Darum fordern wir:
• Einführung von Sozialtarifen bei den Stadtwerken Amberg für Strom, Wasser und Gas – automatisch für Bürgergeld-Empfänger:innen.
• Keine Stromsperren für Menschen in Not.
• Transparente Information über Härtefallregelungen – viele wissen nicht, dass es Hilfe gibt!
• „Housing First“-Pilotprojekte in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden und sozialen Initiativen: Wohnungen + Betreuung für Obdachlose nach dem Kölner Vorbild.
• Aufbau von Nachbarschaftszentren, um soziale Teilhabe und Beratung vor Ort zu gewährleisten.
• Ausbau von Stadtteiltreffpunkten in leicht erreichbaren Stadtgebieten mit Sozialberatungs-Angebot.
• Ausbau des Familienpasses zu einem echten Sozialpass für alle einkommensschwachen Haushalte (inkl. ÖPNV, Kultur, Sport...).
• Förderung des Mehrgenerationenhauses Amberg als Ort des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung.
• Einrichtung einer kommunalen Clearingstelle im Amt für Soziale Angelegenheiten – eine Anlaufstelle für alle Sozialleistungen (Wohngeld, Bürgergeld, Gesundheitshilfe...).
• Mehrsprachige Beratung in allen Ämtern, um Sprachbarrieren abzubauen - Dolmetscher:innen bei Bedarf!
• Programm für aufsuchende Sozialarbeit einführen – in Kooperation mit lokalen Vereinen: Sicherstellung, dass keine Person aufgrund von Armut oder Migration von kommunalen Leistungen ausgeschlossen wird.
• Förderung niedrigschwelliger Beratungsstellen - offene Sprechzeiten, mehrsprachig, leicht zu finden.
• Nur noch tierfreie Zirkusse in Amberg: für artgerechten Tierschutz und zeitgemäße, gewaltfreie Unterhaltung.
Die Amberger Innenstadt ist mehr als nur eine Einkaufsmeile – sie ist unser gemeinsamer Lebensraum, ein Ort des sozialen Miteinanders und der kulturellen Vielfalt. Doch die Realität sieht anders aus: 4,8% der Wohnungen und Gewerbeflächen in Amberg stehen leer. Gleichzeitig wünschen sich die Bürger:innen mehr Sitzmöglichkeiten, Beschattung und Begrünung, barrierefreie, öffentliche Unisex-Toiletten für alle sowie eine saubere, lebendige Innenstadt mit gut geplanten Events und Freizeitangeboten. Darum fordern wir:
• Einführung eines Mietendeckels für Gewerbeflächen in städtischem Besitz, um kleine Läden, Handwerk und soziale Projekte vor Verdrängung zu schützen.
• Kommunale Gewerbehöfe und Pop-up-Flächen ausbauen: z.B Förderung und Ausbau des Stadtlabors Amberg als kostenlose Startfläche für Gründer:innen, Kreative und soziale Initiativen.
• Gezielte Förderung für inhabergeführte Geschäfte, Kultureinrichtungen und soziale Treffpunkte.
• Kulturförderung ausbauen: Mehr Veranstaltungen in der Innenstadt (z. B. Lesungen, Konzerte, Märkte) in Kooperation mit lokalen Akteur:innen.
• Strengere Auflagen gegen spekulativen Leerstand: Durch Erhöhung der Grundsteuer für langfristig ungenutzte Gewerbeimmobilien.
• Umwandlung von Leerständen in öffentliche Räume, Kulturorte oder bezahlbaren Wohnraum.
• Ausbau von Sitzmöglichkeiten, Beschattung und Begrünung – besonders in der Fußgängerzone, am Marktplatz und in Seitenstraßen.
• zusätzliche Barrierefreie, geschlechtergerechte Unisex-Toiletten in der gesamten Innenstadt
• Konsumfreie Plätze zum Verweilen – auch im Winter (z. B. beheizte Pavillons, überdachte Sitzbereiche).
• Eine barrierefreie Innenstadt: z.B. durch glatt schleifen der unebenen Pflastersteine.
• Projekt: "Innenstadt Millionen" oder “Stadtteil Millionen" weiter ausbauen, fördern und bekannter machen.
Die Klimakrise ist in Amberg längst angekommen: In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur in Amberg um fast 3°C gestiegen – dreimal schneller als im globalen Durchschnitt. 2022 erreichte das Thermometer Rekordwerte von 38,1°C, und an 27 Tagen litt die Stadt unter Hitze über 30°C. Überschwemmungsgefahren an Vils und Krumbach, immer häufigere Extremwetter und die ungebremste Klimaspirale treffen besonders sozial Benachteiligte. Doch um das vereinbarte Ziel – Klimaneutralität bis 2040 – zu erreichen, passiert noch viel zu wenig: Der ÖPNV bleibt unattraktiv, und der Denkmalschutz blockiert die Solarenergie in der Innenstadt. Statt selbst voranzugehen, schiebt die Stadt die Verantwortung auf die Bürger:innen ab – mit unbekannten Förderprogrammen und Klimaschutz, der an Bürokratie scheitert.
Dabei hat Amberg so viel Potenzial: Das Solarpotenzialkataster zeigt, dass die meisten Dächer ideale Bedingungen für Photovoltaik bieten. Es gibt ein Radverkehrskonzept von 2017, das in Vergessenheit geraten ist, und es gab einst ein Klimaschutzkonzept. Doch ohne politischen Willen bleibt dieses Potenzial ungenutzt. Die Linke sagt: Klimaschutz muss sozial gerecht sein – und die Stadt muss endlich vorangehen! Darum fordern wir:
• PV-Pflicht auf allen geeigneten Dächern – auch im Bestand! z.B. bei Denkmalschutz: Druck auf Landesbehörden ausüben!
• Städtische PV-Genossenschaften gründen, um Bürger:innen und Mieter:innen an Solarenergie zu beteiligen.
• Balkonkraftwerke fördern – durch Zuschüsse, Beratung und Info-Veranstaltungen.
• Mehr Windkraft in Amberg: Prüfung von Flächen für Windräder – auch in Kooperation mit dem Landkreis.
• Förderung von Solarthermie und Wärmepumpen – besonders im sozialen Wohnungsbau.
• Kostenloser ÖPNV für alle – finanziert durch eine Nahverkehrsabgabe für Unternehmen.
• Radwege-Ausbau mit Tempo: Geschützte Radspuren auf allen Hauptstraßen, Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen und Schulen.
• Emissionsfreie Innenstadt: Attraktive Alternativen zu Parkplätzen in der Innenstadt, z.B. durch nahtlose ÖPNV-Anbindungen, um langen und klimaschädlichen Parksuchverkehr zu reduzieren.
• Mehr Hitzeschutz: Trinkbrunnen und Schattenplätze am Marktplatz, Multifunktionsplatz, Spielplätzen und Bushaltestellen.
• Entsiegelung von Flächen und Schwammstadt-Prinzip statt Neustraßenbau und Beton. z.B. durch Teilhabe beim deutschlandweiten Wettbewerb "Abpflastern".
• Begrünung von Dächern und Fassaden – Pflicht bei Neubauten, Förderung im Bestand.
• Einführung eines kommunalen Klimarates, der Bürger:innen aktiv in die Planung einbindet.
• Interkommunales Klimaschutzbündnis “inKliB” von 2020 reaktivieren: Regelmäßige öffentliche Klimaräte mit Bürger:innen, Expert:innen und Nachbarkommunen und gemeinsame Projekte (Windkraft, Radweg-Netz, etc.).
• Förderung von bestehenden und neuen Klimaschutz-Initiativen wie Foodsharing, packmAS Lastenrad, etc.
• Förderung veganer Ernährung durch Angebote veganer Hauptspeisen in Kitas, Schulen und Kantinen sowie vegane städtische Events in Zusammenarbeit mit veganen Vereinen, wie z.B. Vegan in und um Amberg e. V., um klima- und tierfreundliche Alternativen zu bieten.
Wer in Amberg unterwegs sein will, braucht Geduld – oder ein dickes Fell. Schon 2017 hat die Stadt im Radverkehrskonzept 179 konkrete Probleme identifiziert: von kaputten Belägen über fehlende Wegeverbindungen bis hin zu lebensgefährlichen Engstellen und gefährlichen Kreuzungen. Für jedes Problem gab es klare Lösungsvorschläge, und das Ziel war ehrgeizig: Innerhalb von 10 Jahren sollte alles behoben sein. Doch heute, im 8. Jahr nach dem Beschluss, ist kaum etwas passiert. Nur ein Bruchteil der Maßnahmen wurde umgesetzt. Die meisten der 179 Probleme bestehen weiter, neue sind hinzugekommen.
Der ÖPNV? Teuer, unzuverlässig und für viele unbrauchbar. Tickets sind überteuert, Busse fahren sonn- und feiertags nur alle paar Stunden – wenn überhaupt. Nachts gibt es kaum Verbindungen, und wer nicht in der Innenstadt wohnt, wird oft ignoriert: Haltestellen werden gestrichen, Rufbusse sind zu teuer oder zu unflexibel, und ein spontaner Umstieg auf Bus oder Bahn ist fast unmöglich. Stattdessen: Parkplatzsuche in der Innenstadt, Staus und alle paar Tage ein neuer Verkehrsunfall.
Dabei sollte Mobilität ein Grundrecht sein – nicht ein Privileg für diejenigen, die sich Auto und Sprit leisten können. Doch in Amberg ist sie oft zu teuer, zu umständlich und zu klimaschädlich. Was wir brauchen, ist eine echte Verkehrswende – sozial, ökologisch und für alle. Darum fordern wir:
- eine ticketfreie Stadt - Schritt für Schritt:
- Kostenloser ÖPNV für Schüler:innen, Studierende und Rentner:innen – ganzjährig und ohne Bürokratie.
- Entkriminalisierung des Schwarzfahrens – Sozialverträgliche Lösungen statt Geldstrafen.
- 9-Euro-Nachfolger und langfristig ticketfreier Nahverkehr – besonders für Menschen mit niedrigem Einkommen sofort umsetzen.
- Barrierefreien Bahnhof sofort umsetzen: Freistaat, Bund und DB investieren 200 Millionen Euro für mehr Barrierefreiheit an bayerischen Bahnstationen (auch Amberg).
- Barrierefreie Haltestellen und Busse – Flächendeckend in der gesamten Stadt.
- richtige und attraktive Förderung von Verkehrsinitiativen – z.B. packmAS Lastenrad Initiative.
- Ausbau von Lastenrad-Verleihstationen – Stadtweit und niedrigschwellig zugänglich.
- Autofreie Innenstadt: Schluss mit Parkplatzchaos und Abgasen – wir brauchen Erfolg versprechende Alternativen, um die Innenstadt Schritt für Schritt Fahrrad-, Fußgänger- und klimafreundlicher zu machen.
- Die aktuell geltenden Sondergenehmigungen für Lieferverkehr und Anwohner sowie für kurzzeitiges Be- und Entladen sollen ansprechend optimiert werden.
- Kostenloser Stadtbus für alle, die in die Innenstadt wollen.
- Ausgleichs-Parkplätze an den Rändern mit guter ÖPNV-Anbindung in die Innenstadt.
- Mehr Fußgänger:innen-Zonen & Parking Day – Regelmäßige autofreie Events zur Förderung der Lebensqualität.
- Ausbau von verkehrsberuhigten Zonen – Besonders in Wohngebieten und rund um Schulen.
- Priorisierung der ungelösten 179 Probleme aus dem Radverkehrskonzept – Jährlicher öffentlicher Umsetzungsbericht mit klaren Zeitplänen und Verantwortlichen.
- Schließfächer an Bushaltestellen – Auch für Autofahrer:innen, die auf ÖPNV umsteigen wollen.
- Ausbau des Nachtverkehrs – Integration in das Nightliner-System, besonders an Wochenenden und vor Feiertagen.
- Häufigere Busse an Sonn- und Feiertagen – Bedarfsgerechte Fahrplanung für alle Stadtteile unter Berücksichtung der Sonn- und Feiertags-Arbeitenden.
- Flexiblere Rufbusse – Verbessertes Konzept für mehr Attraktivität:
- Einfache Buchung per App – mit Echtzeit-Tracking, flexiblen Haltestellen und kurzer Vorlaufzeit.
- Geringere Mindestkosten und keine überzogenen Stornogebühren (60 € bei Nichtantritt).
- Stadtbusse für alle Stadtteile – Keine Lücken in der Erschließung.
- Bessere Abstimmung für Bus und Bahn – Umsteigezeiten optimieren, Wartezeiten vermeiden.
- Schnellere Umsetzung der Clean Vehicles Directive (CVD):
- Bis 2025: 45 % der neu beschafften Busse müssen emissionsarm sein.
- Bis 2030: 65 % – und Amberg sollte diese Ziele übertreffen!
- Konkrete Vorgaben für private Busunternehmen – Bei der Vergabe von Verkehrsverträgen auf saubere Fahrzeuge bestehen.
- Ausbau der E-Bus-Linien – Aktuell gibt es nur eine elektrifizierte Buslinie in Amberg – das reicht nicht!
Gesundheit ist ein Menschenrecht – keine Ware! Das Klinikum St. Marien ist der zentrale Versorger für Amberg und die Region. Doch es steht vor existenziellen Herausforderungen: strukturelle Unterfinanzierung, steigende Defizite (die Stadt musste 2024/25 bereits jeweils 18 Millionen Euro ausgleichen) und ein dramatischer Fachkräftemangel. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Angebote – sei es in der Prävention, für queere Gesundheit oder in ländlichen Gebieten.
Besonders alarmierend ist die Situation in der psychologischen Versorgung: In der Region Amberg-Sulzbach warten Betroffene bis zu 21 Monate auf einen Therapieplatz, obwohl die Nachfrage durch psychische Erkrankungen (z. B. Depressionen, Angststörungen) um über 30 % gestiegen ist.
Wir wollen eine Gesundheitsversorgung, die für alle da ist: Öffentlich. Solidarisch. Präventiv. Dafür muss die Stadt Amberg jetzt handeln – um die Zukunft des Klinikums St. Marien zu sichern und die Gesundheit aller Bürger:innen zu schützen.
Darum fordern wir:
• Klinikum St. Marien in öffentlicher Hand halten – keine Privatisierung oder Verkauf. Die Stadt Amberg muss sich für eine nachhaltige Finanzierung auf Bundes- und Landesebene einsetzen.
• Kommunale Gesundheitszentren in leerstehenden Gebäuden (z. B. Pfarrhöfen) einrichten – mit umfassenden Angeboten für Beratung, Jugendzentren (JUZ) und medizinische Versorgung.
• Präventionsmaßnahmen in Schulen und Kitas stärken – mit regelmäßigen Gesundheitsworkshops und Sozialarbeiter:innen an allen Schulen.
• Mobile medizinische Teams für ländliche Regionen – besonders in Kooperation mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach, um Versorgungslücken zu schließen.
• Spezialisierte Gesundheitszentren für queere Menschen – mit diskriminierungsfreien Angeboten, Beratungsstellen (z. B. AIDS-Hilfe) und Aufklärung zu HIV-PrEP/PEP.
• Kostenlose und anonyme Tests und Behandlungen für sexuell übertragbare Krankheiten – Ausweitung der Angebote in Amberg.
• Schwangerschaftsabbruch im Klinikum St. Marien ermöglichen – Aufklärung und Beratung, sowie sichere und legale Umsetzung für betroffene Schwangere vor Ort.
• Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern – bessere Bezahlung, menschliche Arbeitszeiten mit einheitlichem und verlässlichem Schichtsystem, mehr Ausbildungsplätze, Fortbildungen und Supervision.
• Ausbau psychologischer Versorgungsangebote – Mehr Therapieplätze durch Förderung von Praxen und Entlastung von Bürokratie und Schnellere Erstgespräche durch bessere Koordination und Priorisierung.
In Amberg wachsen immer mehr Kinder und Jugendliche in prekären Verhältnissen auf: Während Krippenplätze knapp sind und Eltern an vielen Schulen für Basics wie Kopien zusätzlich zahlen müssen, fehlt es an Personal in Kitas, Sozialarbeiter:innen in Jugendzentren und fairen Fördermitteln für alle Schularten. Gleichzeitig zeigen Projekte wie das Künstlerkollektiv Kuk oder die Umweltwerkstätten, wie wichtig niedrigschwellige Bildungs- und Freizeitangebote sind. Doch statt Chancengleichheit zu schaffen, entscheiden oft die finanziellen Möglichkeiten der Eltern über die Zukunft der Kinder. Als Kommune müssen wir hier gegensteuern – für eine Stadt, in der jedes Kind und jeder Jugendliche die gleichen Chancen auf Bildung, Freizeit und ein gutes Aufwachsen hat. Darum fordern wir:
• Kostenfreie Kinderbetreuung in Kitas und Schulen – inkl. Angeboten veganer Mahlzeiten als Standard.
• Mehr Personal in Kitas und Jugendzentren - Verbesserung der Angebote und Betreuung
• Ausbau von Freizeitangeboten – Indoor-Spielplätze, Kreativwerkstätten, Fahrradselbsthilfe, Ruhe-Arbeitsräume für Schüler:innen.
• Einführung eines kommunalen Förderprogramms für Sport und Musik.
• Gerechte Verteilung der Fördermittel – keine Benachteiligung einzelner Schulen – Keiner, ob Eltern/Lehrer:innen, soll extra zahlen, nur weil die Fördermittel ungleich aufgeteilt werden. Denn Bildung ist ein Grundrecht!
• Kostenfreie/geförderte Nachhilfe in Kooperation mit Hochschulen und lokalen Initiativen.
• Schulsozialarbeit an allen Schulen – aktuell fehlt sie an vielen Standorten.
• Kulturelle Bildung fördern - kostenlose Schülertheaterkarten, Museumsbesuche, niedrigschwellige Kunstwerkstätten.
• Ferienprogramme ausbauen - Kinderbetreuung um Eltern zu helfen, die Arbeiten müssen (Umweltwerkstätten, kreative Angebote).
• Multiprofessionelle Teams in Schulen und Kitas – Sozialarbeiter:innen, Inklusionsfachkräfte, Schulbegleitung.
Die Gleichstellung aller Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Beeinträchtigungen – ist die Grundlage für eine lebenswerte Kommune. Doch die Realität in Amberg und der Oberpfalz zeigt: Frauen sind hier besonders hart von Altersarmut betroffen – mit durchschnittlich nur 789 Euro Rente im Monat, das sind 40 % weniger als Männer und der zweitniedrigste Wert in ganz Bayern. Gleichzeitig fehlen LGBTQIA+-Personen sichere Räume und Unterstützung, und Familien kämpfen mit fehlenden Betreuungsplätzen. Als Stadt müssen wir diese Benachteiligungen aktiv angehen – für eine Kommune, in der alle Menschen selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können. Darum fordern wir:
• Kommunale Gleichstellungsbeauftragte mit verbindlichem Mitspracherecht in allen öffentlichen Einrichtungen und im Stadtrat, um Lohnungleichheit und Diskriminierung zu bekämpfen .
• Ausbau des Amberger Frauenhauses (SkF) und Schaffung von Second-Stage-Wohnungen für von Gewalt betroffene Frauen, trans, inter und nicht-binäre Menschen .
• Gleiche Bezahlung für gleiche/gleichwertige Arbeit in kommunalen Betrieben und bei Auftragsvergaben – inkl. Lohnanalysen durch die Gleichstellungsbeauftragte.
• Flexibler Ausbau von Kinderbetreuung – Krippen, Hort, Nachmittagsbetreuung an Schulen wie MRG.
• Förderung von Kunterbunt e.V. und Aufbau eines queeren Zentrums/Cafés in Amberg als sicheren Austauschraum.
• Unterstützung lokaler Initiativen und Projekten die sich für Gleichstellung einsetzen, z.B. Kartentausch Aktion.
• Diskriminierungsfreier Zugang zu staatlichen Leistungen für trans, inter und nicht-binäre Menschen – inkl. geschlechtersensibler Sprache in der Verwaltung.
• Flächendeckender Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in der Region – aktuell müssen Betroffene nach Regensburg oder Nürnberg fahren.
• Adoption für gleichgeschlechtliche Paare ohne bürokratische Hürden.
• Städtisch koordinierte Dolmetscherdienste für Geflüchtete und Migrant:innen.
• Kostenlose Menstruationsprodukte in öffentlichen WCs (Rathaus, Schulen, Schwimmbäder, Bibliotheken).
In Amberg und der Oberpfalz zeigt sich: Geflüchtete werden oft in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, ohne Zugang zu Traumatherapie oder fairen Chancen auf dem Arbeitsmarkt – obwohl unsere Region als ländlicher Raum dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Während Städte wie Nürnberg oder Regensburg spezialisierte Angebote für traumatisierte Geflüchtete vorhalten, fehlen in Amberg menschenwürdige Unterkünfte, anonymisierte Bewerbungsverfahren und gezielte Integrationsprogramme. Gleichzeitig führt Bayern bundesweit die meisten Abschiebungen durch, obwohl Kommunen wie Amberg durch humane Flüchtlingspolitik und schnelle Integration eigentlich Gewinn bringen könnten. Als Stadt müssen wir hier Verantwortung übernehmen – für eine solidarische Kommune, die Schutz, Chancen und Teilhabe für alle garantiert. Darum fordern wir:
• Menschenwürdige Unterbringung und Traumatherapie für Geflüchtete – Förderung bestehender Angebote (z. B. Caritas) und Aufbau eines Traumazentrums in Kooperation mit dem Klinikum Amberg.
• Anonymisierte Bewerbungsverfahren für kommunale Stellen und städtische Unternehmen, um Diskriminierung zu verhindern.
• Ausbau von Integrationsprogrammen (Sprachkurse, Berufsvorbereitung) – besonders in ländlichen Gemeinden; Förderung der OTH-Programme für Geflüchtete.
• Keine kommunale Unterstützung bei Abschiebungen – stattdessen Stärkung von Bündnissen gegen Rassismus und für eine humane Flüchtlingspolitik, „Seebrücke“-Bewegung und lokaler Initiativen wie „Omas gegen Rechts“.
• Schnelle Integration durch Ermessensspielräume (z. B. Arbeitserlaubnisse, Wohnraumbeschaffung) und Übernahme von Vereinsbeiträgen für Geflüchtete.
• Förderung von Projekten wie „International Cooking Day“ und Ausbau von kulturellen Austauschprogrammen.
Kommunen tragen Verantwortung für den Kampf gegen Militarisierung und die Förderung friedenspolitischer Initiativen. Denn Frieden und Verständigung beginnen vor Ort und müssen dort erkämpft werden.
In Amberg wird die Bundeswehr an Schulen und öffentlichen Veranstaltungen präsentiert, während es kaum Aufklärungsangebote für zivile Konfliktlösung und Friedensarbeit gibt. Dabei könnte unsere Stadt als ländliche Kommune mit ihrer Vielfalt an Vereinen, Schulen und Partnerschaften ein klares Zeichen für gewaltfreie Lösungen und Völkerverständigung setzen. Statt Militärpräsenz brauchen wir mehr Dialog, Austausch und Bildung für Frieden – denn Verständigung beginnt vor Ort. Darum fordern wir:
• Krieg darf keinen Profit erwirtschaften! - Einführung einer kommunalen Zivilklausel, die Rüstungsforschung und -kooperationen in Amberg verhindert – inkl. klare Positionierung gegen militärische Zusammenarbeit in städtischen Einrichtungen.
• Regulierung von Bundeswehrwerbung bei öffentlichen Veranstaltungen, in Schulen und kommunalen Einrichtungen (z. B. Berufsinfomessen, Karrieretage).
• Sicherstellung der ausschließlich zivilen Nutzung kommunaler Infrastrukturen (z. B. keine Militärveranstaltungen in städtischen Hallen oder in öffentlichen Einrichtungen).
• Initiierung und Förderung von Bildungsprogrammen zur Sensibilisierung für Kriegsursachen, Friedenspolitik und zivile Konfliktlösung – in Kooperation mit Schulen, der VHS und lokalen Initiativen.
• Pflege und Ausbau kommunaler Partnerschaften mit Fokus auf Völkerverständigung und Austausch (z. B. Jugendbegegnungen, Kulturprojekte, Städtepartnerschaften).
