Die Linke stellt erstmals Liste für den Rodinger Stadtrat auf
Die Linke Mittlere Oberpfalz hat am vergangenen Sonntag im Gasthaus Hecht erstmals eine Liste für den Stadtrat in Roding aufgestellt. Für den Kreisverband ist dies ein wichtiger Schritt, um soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und eine solidarische Stadtpolitik künftig auch direkt im Rodinger Stadtrat zu vertreten. Christian Oberthür, Schatzmeister des Kreisverbandes, zeigt sich erfreut über diesen Meilenstein. Er betont, dass sich in Roding engagierte Menschen zusammengefunden haben, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Die Linke als soziale und inklusive Stimme vor Ort zu verankern. Besonders freue ihn, dass die Liste vielfältig aufgestellt sei und unterschiedliche Lebensrealitäten abbilde.
Spitzenkandidatin Sonja-Rebecca Galli möchte Roding zu einer inklusiven und barrierefreien Stadt entwickeln. Für sie gehört ein inklusiver Spielplatz zu einer modernen Kommune und sollte längst selbstverständlich sein. Darüber hinaus setzt sie sich für den gezielten Aufbau und die Förderung inklusiver Betriebe ein, insbesondere für Menschen mit spezifischen Behinderungen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einrichtung eines Inklusionsrates, in dem Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationshintergrund sowie weitere Betroffene vertreten sind. Nur wenn politische Entscheidungen durch die Augen derjenigen betrachtet werden, die unmittelbar betroffen sind, können nachhaltige Verbesserungen erreicht werden.
Außerdem ist ein weiterer Schwerpunkt für sie, ein Ausbau der Jugendarbeit. Ihr ist es wichtig, dass neben Vereinen, die einen überaus wertvollen sozialen und kulturellen Beitrag leisten, auch nicht-vereinsgebundene Möglichkeiten geschaffen werden, da nicht jede junge Person ein Vereinsmensch ist. Sie fordert zudem freie Räume mit kulturellem Charakter, die ohne Trägerschaft im Hintergrund genutzt werden können. Der bestehende Jugendrat soll stärker unterstützt werden, was ebenfalls gut mit dem Inklusionsgedanken verknüpft werden kann.
Susanne Leuschner, die auf Listenplatz zwei kandidiert, legt ihren Schwerpunkt auch auf bessere Angebote für Jugendliche, die nicht vereinsgebunden sind. Darüber hinaus setzt sie sich gezielt für die Unterstützung Alleinerziehender ein, etwa durch bessere Betreuungsangebote, niedrigschwellige Beratungsstrukturen und mehr gesellschaftliche Anerkennung ihrer besonderen Lebenssituation. Ein weiteres zentrales Anliegen ist es für Leuschner, bessere Angebote in der Gesundheitsversorgung, in der Pflege sowie in der psychischen Versorgung zu schaffen.
Die Linke möchte sich für den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung durch gezielte Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Darüber hinaus fordert die Liste mehr bezahlbaren Wohnraum, einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und mehr Grünflächen in der Stadt, um Roding sozialer, lebenswerter und zukunftsfähig zu gestalten.
Die Liste für den Rodinger Stadtrat setzt sich zusammen aus: Sonja-Rebecca Galli aus Mitterdorf, Susanne Leuschner aus Roding, Anthony Haimerl aus Roding, Jasleen Singh aus Kronwitt, Jessica Schreiner aus Mitterkreith und Thomas Galli aus Mitterdorf.

