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Geplante Windräder im Landkreis Cham: Klimaschutz voranbringen – Bevölkerung weiter aktiv einbinden

„Es ist gut, dass sich beim Ausbau der Windkraft endlich auch im Landkreis Cham etwas bewegt“, erklärt Christian Oberthür, Landratskandidat der Linken Mittlere Oberpfalz. „Durch die 10H-Regelung wurde in Bayern jahrelang der Bau neuer Windräder faktisch verhindert – wertvolle Zeit im Kampf gegen den Klimawandel ging verloren. Umso wichtiger ist es jetzt, dass etwas passiert und auch in unserem Landkreis Windräder gebaut werden.“

Die Linke befürwortet den Ausbau der Windenergie ausdrücklich. Positiv bewertet Oberthür, dass im Landkreis das Modell der Regionalwerke Anwendung findet: „Wenn Planung, Betrieb und wirtschaftlicher Ertrag in der Region bleiben, stärkt das unmittelbar den Landkreis und die Menschen vor Ort.“ Auch die Konzentration auf wenige, sorgfältig ausgewählte Standorte sei im Hinblick auf die Umweltbelastung sinnvoll.

Gleichzeitig betont Oberthür die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Abwägung: „Kritisch sehe ich, dass für den Bau Waldflächen geopfert werden. Grundsätzlich besser wären Flächen in der Nähe von Landwirtschaft,  Straßen oder in bereits industriell geprägten Bereichen, so hier ebenfalls eine gute Windhöffigkeit gegeben ist und Netzanschlusspunkte vorhanden sind. Die Energie wird dringend gebraucht, aber der Ausbau muss natur- und menschenverträglich erfolgen.“
Oberthür begrüßt die stattfindenden Bürger*innenversammlungen: „Diese Versammlungen sind entscheidend, um die Bevölkerung einzubinden und Transparenz zu schaffen.“ Dort müsse weiterhin umfassend über den Windradbau informiert und alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger vollständig beantwortet werden. „Wichtig ist zudem, dass niemand unzumutbaren Belastungen – etwa durch Schlagschatten – ausgesetzt wird. Sorgfältige Planung und ehrliche Kommunikation sind hier unverzichtbar.“

„Wenn der Landkreis Cham die Energiewende ernst nimmt, dann brauchen wir Windkraft – aber wir brauchen sie klug geplant, gut erklärt und gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Auch die angedachten Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger sollten vorgestellt werden. Dies würde helfen, die  Akzeptanz zu steigern und die Menschen würden am wirtschaftlichen Erfolg direkt teilhaben“, so Oberthür abschließend.

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