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Mieten in Amberg innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt!

Linke fordert Gegenmaßnahmen

Die bayerische Hochschulstadt Amberg schneidet beim Thema Miet- und Wohnraumkosten schlecht ab. Eine aktuelle Antwort des Bundesministeriums für Wohnen, Städtebau und Bauwesen auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion Die Linke im Bundestag offenbart, wie gravierend die Lage in bayerischen Städten geworden ist – und wie groß die Belastung für Mieter*innen inzwischen auch in Amberg ist.

Während bayernweit die Steigerungsraten für Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro pro Quadratmeter jährlich bei durchschnittlich 4,6 Prozent lagen, liegt der Wert in Amberg im Jahr 2024 bei 5,9 Prozent. Im Vergleich zu 2014 haben sich die Mietpreise damit nahezu verdoppelt: Von damals 5,90 Euro pro Quadratmeter auf jetzt 10,48 Euro kalt. Damit belegt Amberg Platz 7 unter den zehn bayerischen kreisfreien
Städten mit den höchsten jährlichen Mietsteigerungen.

„In Amberg eine bezahlbare Wohnung zu finden, frisst unglaublich viel Energie. Nicht nur ist das Angebot inserierter Wohnungen gering, die verlangten Mieten erschlagen einen doch mächtig“, sagt Tobias Winter, Jugendpolitischer Sprecher für Amberg-Sulzbach der Linken Mittlere Oberpfalz. „Zuletzt sah ich eine 26 m²-Einzimmerwohnung für 620 Euro warm, zuzüglich Strom und Internet. Wer soll sich so das Leben leisten können?“

Gerade für Studierende, Auszubildende oder auch Rentner*innen wird es damit immer schwieriger, in Amberg direkt eine Wohnung zu finden. Aufgrund der hohen Preise ist man schon fast gezwungen ins Umland auszuweichen, doch auch dort steigen die Preise. „Diese Zahlen zeigen deutlich, dass dringend mehr sozialer Wohnungsbau, wirksame Mietobergrenzen und ein konsequenter Schutz vor Mietwucher benötigt wird. Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxusgut!“, betont Tobias Winter.

Die Stadtverwaltung, der Freistaat Bayern und die Bundesregierung müssen schnellstmöglich umsteuern, um die Wohnkostenexplosion auch im ländlichen Raum zu stoppen. „Wir als Partei in Gänze aber auch im Kreisverband hier vor Ort werden, gerade mit Hinblick auf die Kommunalwahl im nächsten Jahr, weiter Druck machen und darauf unseren Fokus legen. Bezahlbares Wohnen in Amberg steigert nachhaltig die Attraktivität der Stadt.“, so Winter abschließend.

 

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