Olli Zilk: Herzblut für die Musik – Die Linke würdigt außergewöhnliches Engagement für Kultur und Demokratie in der Region
Der Landratskandidat der Linken Mittlere Oberpfalz, Christian Oberthür, hat gemeinsam mit den Kreistagskandidatinnen und -kandidaten Cindy Jahnke, Marian Janka, Susanne Brey und weiteren den Musikclub “Bahnhof Kötzting” besucht. Betreiber Olli Zilk, der auch das „Alte Spital“ in Viechtach führt, zählt seit Jahren zu den tragenden Säulen der regionalen Livemusikszene. Mit großem persönlichen Einsatz sorgt er dafür, dass im ländlichen Raum regelmäßig internationale Künstlerinnen und Künstler auftreten – ein Engagement, das weit über reine Unterhaltung hinausgeht.
Seit nunmehr zehn Jahren existieren der Bahnhof und das Alte Spital. In dieser Zeit fanden dort über 1.300 Konzerte mit Bands aus 143 Ländern statt – eine beeindruckende Bilanz, die zeigt, wie sehr Zilk kulturelle Vielfalt lebt. „Live-Konzerte sind für mich nicht nur Musik, sondern ein wichtiger Baustein für Demokratie und Begegnung“, sagt Zilk. „Hier treffen Menschen aufeinander, die sich sonst nie begegnet wären. Musik verbindet – unabhängig von Herkunft, Alter oder Geldbeutel.“
Viermal pro Woche stehen in den beiden Clubs Bands aus aller Welt auf der Bühne – von Indie über Jazz bis hin zu Folk, Blues oder Swing. Junge Menschen bis 26 Jahre dürfen dabei kostenlos rein. „Ich möchte, dass Kultur für alle zugänglich bleibt. Niemand soll wegen Geld ausgeschlossen werden“, betont Zilk. Sein Engagement wurde bereits vielfach gewürdigt: 2024 erhielt Zilk in Rostock den Hauptpreis des „Applaus“-Awards in der Kategorie „Beste Livemusikspielstätte“ für den Bahnhof. Überreicht wurde der Preis von der damaligen Kulturstaatsministerin Claudia Roth.
Trotz der Anerkennung steht Zilk mit seinen Clubs unter hohem Druck. Er wünscht sich mehr politische Unterstützung – etwa durch eine Kulturtaxe, Entlastung bei den GEMA-Gebühren, eine gezielte Förderung pro Konzert oder eine bessere Sichtbarkeit regionaler Veranstaltungen über die Kulturpass-App. Zudem fordert er einen besseren Schutz für Live-Clubs durch Änderungen im Baurecht: „Es darf nicht sein, dass solche Orte plötzlich wegen neuer Nachbarn oder Auflagen schließen müssen. Wir investieren hier viel Zeit, Geld und Herzblut – das braucht rechtliche Sicherheit.“
Auch ein Grundeinkommen für Künstlerinnen und Künstler, wie es in der Schweiz oder bald in Irland existiert, wäre für ihn ein wichtiger Schritt: „So könnten sich viele endlich wieder auf die Musik konzentrieren, statt ums Überleben zu kämpfen.“ Neben Konzerten öffnen Zilks Clubs auch für private Feiern ihre Türen – eine wichtige Einnahmequelle, die zugleich neue Menschen an die Livemusik heranführt.
Christian Oberthür zeigte sich tief beeindruckt: „Was Olli Zilk hier auf die Beine stellt, ist für die ganze Region ein Geschenk. Er schafft Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Neues erleben und echte Kultur genießen können. Das verdient nicht nur Respekt, sondern auch handfeste Unterstützung.“
Auch Cindy Jahnke betont die gesellschaftliche Bedeutung solcher Orte: „Kultur darf kein Luxus sein. Menschen wie Olli Zilk halten die kulturelle Vielfalt am Leben – und das oft gegen alle wirtschaftlichen Widerstände. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass solche Projekte gezielt gefördert werden und nicht von Bürokratie oder Geldsorgen ausgebremst werden.“
Zilk zeigte sich dankbar für das Interesse der Linken: „Ich danke der Linken für den Besuch und dafür, dass sie sich Zeit nimmt, zuzuhören. Das ist nicht selbstverständlich. Kultur braucht Menschen in der Politik, die hinhören und verstehen, was uns bewegt. Es wäre schön, wenn auch andere Parteien dieses Interesse zeigen würden – denn es muss sich etwas bewegen: für die Musik, für die Kultur und für alle, die sie leben.“

